Im Jahr 1774 erschien Die Leiden des jungen Werthers, Goethes Briefroman über die tragische Liebe Werthers zur unerreichbaren Lotte. Obwohl das Buch bereits mehrfach ins Niederländische übersetzt worden war, entschied sich der Verlag Borgerhoff & Lamberigts für eine neue Werther-Übersetzung, ganze 250 Jahre nach dem Original. Übersetzerinnen Joëlle Feijen und Eva Gijsen machten sich an die Arbeit und legten im November 2024 De kwellingen van de jonge Werther vor.
Das machte uns neugierig, denn was bedeutet es eigentlich, einen literarischen Klassiker neu zu übersetzen? Wie versetzt man sich als Übersetzer:in in die damalige Zeit? Berücksichtigt man frühere Übersetzungen? Nimmt man Anpassungen für den heutigen Leser vor? Und als ob die Herausforderungen noch nicht groß genug wären: Wie geht man als Übersetzer:in vor, wenn man nicht sehen kann?
Am 31. Januar verschaffen die Übersetzerinnen Einblick in ihren persönlichen Übersetzungsprozess und gehen auch auf Fragen aus dem Publikum ein. Der Veranstaltungsort ist das gemütliche Buchcafé Boekowski, wo ihr anschließend noch plaudern und etwas essen könnt!